Rettungsschirm

Corona – Tipps für Unternehmen und Selbständige

Der bundesweite Lockdown wegen der Corona-Pandemie hat in manchen Sparten desaströse Auswirkungen auf die Wirtschaft unseres Landes. Am schlimmsten sind kleine Unternehmen und Soloselbständige betroffen.

Deshalb hat die Regierung einige Maßnahmen beschlossen, die einen Rettungsschirm für diese wichtigen Player darstellen soll.

Rettungschirm für Unternehmen

Soforthilfen I Sicherung der Liquidität von Soloselbstständigen, kleinen Unternehmen, KMU und Mittelstand

Kleine Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler können Soforthilfen zur Sicherung ihrer Liquidität beantragen. Die Maßnahme besteht aus einer einmaligen Zahlung für den Zeitraum von insgesamt drei Monaten und richtet sich in ihrer Höhe nach der Betriebsgröße.

Bei bis zu fünf Beschäftigten wird eine Summe von höchstens 9.000 Euro bewilligt, wer bis zu zehn Beschäftigte hat, kann maximal 15.000 Euro Soforthilfe beantragen.

KfW Sonderprogramm I Haftungsfreistellung für Betriebsmittel und Investitionen für kleine und mittlere Unternehmen

Das KfW Sonderprogramm 2020 beinhaltet eine maximale Haftungsfreistellung von 90 Prozent für Betriebsmittel und Investitionen. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen.

Bürgschaften I Bürgschaftsbanken mit Beträgen bis zu 2.5 Millionen Euro, Bundesländer und Beteiligung des Bundes

Bürgschaften für Betriebsmittel und Investitionen werden bei einem Betrag bis 2,5 Millionen durch die Bürgschaftsbanken bereitgestellt. Für darüber hinaus gehende Summen sind die Bundesländer zuständig, ab 20 Millionen Euro ist eine Beteiligung des Bundes möglich.

Steuerstundungen I fällige Steuerzahlungen und Corona-Schutzschild

Unternehmen, die wegen der Coronakrise fällige Steuerzahlungen nicht begleichen können, bekommen die Forderungen dieses Jahres auf Antrag zinsfrei gestundet. Das Bundesfinanzministerium stellt dieses Angebot im Rahmen seines Corona-Schutzschildes Deutschland als sogenannte steuerliche Hilfsmaßnahmen zur Verfügung.

Kurzarbeitergeld I Sozialversichungsbeiträge werden in vollem Umfang übernommen

Die Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld wurden gelockert. So müssen nur noch 10 Prozent der Belegschaft vom Arbeitsausfall betroffen sein. Sozialversicherungsbeiträge werden in vollem Umfang übernommen. Ein Anspruch besteht auch bei Leiharbeit.

Grundsicherung für Selbstständige wird vereinfacht I

Der Zugang zur Grundsicherung wird für Selbständige vereinfacht. Wer erklärt, kein erhebliches Vermögen zu haben, darf seine Ersparnisse behalten. Selbständige können schnell und unbürokratisch Leistungen beantragen, Unterkunft und Heizung werden ohne Prüfung übernommen.

Für den Kinderzuschlag muss nur noch das aktuelle Einkommen nachgewiesen werden.

Beratungen werden gefördert I Beratungsleistungen werden bis zu einer Summe von 4.000 Euro ohne Eigenanteil übernommen

Von der Coronakrise betroffene Freiberufler sowie kleine und mittlere Unternehmen können eine Förderung beim Bundeswirtschaftsministerium beantragen. Beratungsleistungen werden bis zu einer Summe von 4.000 Euro ohne Eigenanteil übernommen.

Diese verbesserten Konditionen für die Förderung professioneller Beratung gelten befristet bis zum Ende des Jahres 2020.

Hilfsmaßnahmen für Selbstständige und Unternehmen, die durch Corona in finanzielle Bedrängnis geraten

Die Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und Selbständige, die durch Corona in finanzielle Bedrängnis geraten, stehen uneingeschränkt allen Wirtschaftsbereichen offen. Sowohl der Bund als auch die einzelnen Länder stellen für kleine Betriebe, Soloselbständige und die freien Berufe Gelder zur Verfügung, die den Lockdown überbrücken sollen.

Denn man geht davon aus, dass diese selbständig Tätigen kaum über Sicherheiten verfügen und jetzt nur noch geringe oder gar keine Einnahmen mehr verbuchen können. Es handelt sich um schnelle unbürokratische Hilfestellung, die einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten abdecken soll.